Schulchronik der Marienschule

Marienschule (Zeitpunkt der Aufnahme nicht bekannt)

Zur Vorgeschichte
Anfang des 20. Jahrhunderts erfolgte die erste Ansiedlung westlich der Bahnlinie. Nach und nach wurde eine Reihe von Häusern an der Denekamper Straße gebaut. Durch das Anwachsen der Textilindustrie kamen ab 1927 viele Bergarbeiterfamilien aus dem Ruhrgebiet nach Nordhorn. Zum größten Teil waren es kinderreiche katholische Familien, die schon seit langer Zeit arbeitslos und der öffentlichen Fürsorge anheim gefallen waren. Für diese Familien wurden rechts der Denekamper Straße in dem sich weit ausdehnenden Gelände bis zum Ootmarsumer Weg mehrere hundert Siedlungshäuser gebaut.

1927 - Durch die Besiedelung des ersten Teils der neuen Siedlung erhält die katholische Burgschule einen Zuwachs von 130 Kindern. Diese können in den vorhandenen Klassenräumen nicht untergebracht werden. Außerdem herrschen sehr schlechte Wegverhältnisse und die Burgschule ist für die Kinder zu weit entfernt. Deshalb werden am 11. Oktober 1927 im Saale des Gasthofes "Berliner Hof" (Denekamper Straße) zunächst für die jüngsten Jahrgänge zwei Klassen mit 80 Kindern eingerichtet, die von den Lehrern Borgmann und Barlage aus der Burgschule unterrichtet werden. Die älteren Schüler müssen weiter zur Burgschule gehen.

1928 - Dieser Notbehelf erweist sich aufgrund der weiteren Bebauung ganzer Straßenzüge schon bald als nicht ausreichend. Deshalb wird Ostern 1928 eine große Holzbaracke mit 3 Räumen auf dem Gelände des jetzigen Marienschulhofes bezogen. Hierin werden 4, später 5 Klassen untergebracht. Lehrer Borgmann wird mit der vorläufigen Leitung der Notschule, die eine Außenstelle der Burgschule bleibt, beauftragt. Schulleiter ist Rektor Hawighorst von der Burgschule. Das ständige Anwachsen der schulpflichtigen Kinder in der "Siedlung" macht jedoch den Neubau einer Schule erforderlich. Es wird die Errichtung einer 20-klassigen katholischen Volksschule an der Schlieperstraße beschlossen, deren Bau aber wegen Geldmangels erst nur zur Hälfte zur Ausführung kommen soll.

1929 - Am 12. April 1929 wird der erste Bauabschnitt mit 10 Klassenräumen eingeweiht und von 7 Klassen bezogen, während 2 Klassenräume vorübergehend von der ev. Frensdorfer Schule benutzt werden. Die Schulbaracke wird von der St. Augustinusgemeinde angemietet und dient von 1930 bis 1935 als Notkirche, bis der Steinbau der Marienkirche erstellt ist. Nach dem Kriege wird sie bewohnt und etwa 1950/51 abgerissen.

1932 - Die Marienschule wird von der Burgschule abgetrennt. Schulleiter wird Rektor Dr. Hugo Reiring aus Lingen. Er bemüht sich um eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus, veranstaltet Sportfeste und Elternabende und macht dadurch die neue Schule bekannt (Nordhorner Anzeiger, 31.12.1933).

1933 - 1934 - Die Kinderzahl beträgt im Schuljahr 1933/34  531 Kinder, die in 11 Klassen von 11 Lehrern unterrichtet werden. Aus Lehrermangel werden 1934 Kinder aus dem Bereich der jetzigen Friedrich-Ebert-Straße zur Burgschule umgeschult. In der Marienschule verbleiben 436 Schüler in 9 Klassen. Es entwickelt sich eine gute Zusammenarbeit mit der Marienkirche, deren Grundsteinlegung 1934 erfolgt. Zwei Lehrerinnen gründen eine katholische Jugendgruppe, singen und spielen mit den Mädchen und unternehmen Radausflüge.

1938 - Die Schülerzahl ist bis auf 639 Kinder angestiegen, die von 12 Lehrern unterrichtet werden. Die Marienschule wird in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt. Sie wird in "Dietrich-Eckart-Schule" umbenannt.
Rektor Dr. Hugo Reiring wird versetzt. An seine Stelle tritt Matthias Niebrügge aus Wellingholzhausen.

1939 - 1944 - Während des 2. Weltkrieges ist die Unterrichtsversorgung mangelhaft; Laienlehrkräfte müssen die Lücken schließen. Der Unterricht wird häufig durch Fliegeralarm unterbrochen. 1944 besuchen 728 Kinder die Schule. In den letzten Kriegsjahren werden in den unteren Klassenräumen Jagdflieger untergebracht, die in Klausheide stationiert sind. Ab Herbst 1944 ruht der Unterricht. Die Schule dient zur Aufnahme von Schwerstkranken und als Auffanglager für Flüchtlinge.

1945 - 1946 - Der Unterricht wird im Herbst 1945 wieder aufgenommen. Die Militärregierung lässt zunächst nur Gemeinschaftsschulen zu. Die Schule erhält den Namen "Volksschule West". Erst 1946 wird sie wieder katholische Bekenntnisschule und erhält ihren alten Namen "Marienschule". Durch den Zuzug von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen steigt die Zahl der Schüler stark an und beträgt 1002 Kinder, die von 14 Lehrkräften unterrichtet werden. Es fehlen Räume, Möbel, Anschauungsmaterialien, Bücher und Hefte. Da Lehrer fehlen, die zum Teil noch entnazifiziert werden müssen, zum Teil noch nicht aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt sind, kann der Unterricht nur in den Hauptfächern  erteilt werden. Es muss Schichtunterricht durchgeführt werden. 4 Klassen werden in die jetzige Waldschule am Ootmarsumer Weg ausgelagert. Im Winter 1946 muss die Schule wegen starken Frostes und fehlender Heizmaterialien vorübergehend geschlossen werden.

1948 - Die Schule hat jetzt etwa 1.035 Schüler. Zur Unterbringung der Schüler wird auf dem Schulhof eine Steinbaracke gebaut. Es ist jedoch weiterhin Schichtunterricht erforderlich.

1949 - Zum 1. Dezember 1949 wird Lehrer Kappe  Konrektor der Schule.

1951 - Nach langen Diskussionen wird das Schulgebäude endlich um 6 Klassenräume erweitert, so dass jetzt 16 Klassenräume vorhanden sind. Außerdem sind einige Fachräume und Verwaltungsräume, auch ein Schulbad, erstellt worden. In der Schule sind jetzt 23 Klassen und eine Hilfsschulklasse. 3 Klassen werden noch in der Baracke unterrichtet. Die Marienschule ist jetzt die größte Schule in Nordhorn.

1952 - Nach Fertigstellung der Elisabethschule in der Blanke gehen 251 Schüler in die neue Schule über. Dadurch tritt eine räumliche Entlastung ein. Der bisherige Konrektor Kappe wird Schulleiter der Elisabethschule. Neuer Konrektor der Marienschule wird Lehrer Keil. Zwei Klassen von der "Hilfsschule West" (mit Hauptlehrer Richter) werden im Gebäude der Marienschule untergebracht.

1956 - Rektor Niebrügge stirbt am 22.1.1956 aus Krankheitsgründen. Sein Nachfolger wird der Hauptlehrer Cassellius von der Pestalozzischule. Konrektor Keil wechselt zur Fr.-vom-Stein-Mittelschule. Lehrer Eichner wird Konrektor. Die Marienschule hat jetzt 521 Schüler und 13 Lehrer.

1957 - In der Nacht zum 26. Juni zerstört ein Brand den Dachstuhl der Marienschule. Die vermutliche Brandursache ist ein defektes Filmvorführgerät. Bis zur Beseitigung der Schäden und Errichtung eines neuen Dachstuhls  ist für ein halbes Jahr wieder Schichtunterricht erforderlich.
Bei der Nordhorner Schulfußballmeisterschaft, die zum fünften Mal ausgetragen wird, erringt die Marienschule erstmals den ersten Platz.

1960 - Die halb zerfallene Steinbaracke auf dem Schulhof wird abgerissen. Der Platz wird in die Grünanlage mit einbezogen.

 

1962 - Die Marienschule erhält nach langer Wartezeit, eine neue Turnhalle, die am 16. November 1962 eingeweiht wird. Die Kosten betragen 526.000 DM. Es ist die größte Turnhalle in Nordhorn. Bisher stand für den Turnunterricht nur ein 6 x 8,7 Meter großer Kellerraum zur Verfügung. Ostern 1962 wird das 9. Schuljahr eingeführt. Es ist eine reine Mädchenklasse, da die Jungen zur Pestalozzischule abgeschult werden. Zum Ausgleich kommen deren Mädchen und die der kath. Volksschule aus Neuenhaus zur Marienschule. Für die Schülerinnen ist Gemeinschaftskunde das interessanteste Unterrichtsfach.

1964 - Am Ende des Schuljahres 1963/64 tritt Herr Cassellius aus Altersgründen in den Ruhestand (GN, 21.3.1964). Sein Nachfolger wird Herr Bochen, der vorher Konrektor der Pestalozzischule war (GN und GT, 11. 4. 1964).

1965 - Die Schülerzahl steigt auf 602 an. Es werden 16 Klassen gebildet. Außerdem werden in dem Gebäude noch 5 Sonderschulklassen unterrichtet.
Die 9. Klasse weilt zu einem Schullandheimaufenthalt in Schleswig-Holstein und und unternimmt von hier aus Fahrten nach Dänemark. Außerdem fährt sie auf Einladung des Nds. Landtages nach Hannover und nimmt an einer Landtagssitzung teil. Es erfolgen mehrere Besuche des Altenheims in Wietmarschen, um die alten Menschen durch Gesang und kleine Gaben zu erfreuen. Den Weg zu den weiterführenden Schulen wählen 33 Schüler. Erstmals entfällt der Probeunterricht, so dass Gutachten und Zeugnisse der abgebenden Schule erhöhte Bedeutung gewinnen. Zum 1.8. wird die Förderstufe eingeführt. Voraussetzung für eine erfolgreiche Förderstufenarbeit in den 5. und 6. Schuljahren ist mindestens die Zweizügigkeit, die an der Schule gewährleistet ist. Die Elternschaft der 3. und 4. Klassen wurde vorher über die Förderstufenarbeit im Rahmen einer Elternversammlung informiert. In der praktischen Förderstufenarbeit bedeutet es, dass eine äußere Leistungsdifferenzierung in den Fächern Mathematik und Englisch erfolgt, wobei Englisch nun für alle Schüler obligatorisch wird. Nach Auffassung des Schulleiters liegt die Aufgabenstellung der Förderstufe lediglich darin, Unterbau der künftigen Hauptschule zu sein. Sie erfülle nicht die Aufgabe, Erprobungsstufe für die Schüler zu sein, die nicht nach Klasse 4, sondern erst nach Klasse 6 zu weiterführenden Schulen wechseln wollen.

1966 - Die beiden Kurzschuljahre, die wegen der Umstellung auf den Schuljahrsbeginn zum 1.8. eingeführt werden, sieht die Schule als unerfreulich an, weil dadurch organisatorische Schwierigkeiten auftreten. Erstmals werden 143 Schulanfänger eingeschult, für die 4 Klassen eingerichtet werden. Insgesamt umfasst die Schule 19 Schülerklassen, 13 in der Grundschule, 6 in der Hauptschule. Den 19 Klassen stehen nur 13 Klassenräume und der Physikraum zur Verfügung.

1967 - Am 1.4.1967 verlässt die Sonderschule die Marienschule.  Konrektor Eichner scheidet mit Ablauf des Schuljahres aus dem Dienst. Seine Nachfolgerin wird zu Beginn des Schuljahres 1968 Frau Durschlag, die seit 1953 an der Schule tätig ist.

1968 - Auf dem Schulhof werden zwei Pavillons mit 4 Klassenräumen aufgestellt. Die Schule hat 23 Klassen und 29 Lehrkräfte. Später kommen noch 4 weitere mobile Klassenräume hinzu (GN,13.3.1970).

1971 - Die Schülerzahl erreicht einen Höchststand: 831 Schüler in 26  Klassen. Die Marienschule ist weiter die größte Volksschule Nordhorns. Die Grundschule ist vierzügig, die Oberstufe zweizügig. Da nur 24 Klassenräume zur Verfügung stehen, sind 2 Klassen Wanderklassen. Im 1. Schuljahr wird die "Mengenlehre" eingeführt. Es gibt Anfangsschwierigkeiten. Lehrer und Eltern besuchen Fortbildungskurse.

1972 - Die Marienschule wird Stadtmeister im Hallenhandball der Abschlussklassen der Nordhorner  Volksschulen.

1973 - Es erfolgen erste Diskussionen über die Orientierungsstufe und die mögliche Einführung einer "Freien Schule in kirchlicher Trägerschaft. Als ein möglicher Standort wird die Marienschule angesehen. Eine Befragung der kath. Elternschaft der Kinder der 3. Schuljahre ergibt eine überwältigende Zustimmung zu der Möglichkeit der Einrichtung einer "Schule in kirchlicher Trägerschaft"

1975 - Die Schülerzahl sinkt nach 6 Jahren wieder unter 700. Eine rückläufige Tendenz bahnt sich an.

1976 - An der Schule wird ein unterrichtsfreier Sonnabend im Monat eingeführt.

1978 - Nach dem Erlass "Zeugnisbestimmungen in der Grundschule" erhalten die Schüler am Ende des 1. Schuljahres und im 2. Schuljahr keine Benotung ihrer Leistungen. Im Zeugnis werden nur die Lernstände beschrieben.

1979 - In Nordhorn wird die Orientierungsstufe eingeführt. Nach vielen Diskussionen in den letzten Jahren mit zahlreichen Leserbriefen ist das Vorhaben der Errichtung einer "Freien Schule in kirchlicher Trägerschaft", die als Möglichkeit für Nordhorn im Schulgesetz vorgesehen ist, endgültig gescheitert. An der Marienschule laufen die 5. und 6. Klassen aus. Die Schüler besuchen die Freiherr-vom-Stein-Orientierungsstufe. Der Schulkindergarten der Waldschule wird wegen des dortigen Platzmangels in einem Pavillon der Marienschule untergebracht.

Nachdem im Jahre 1972 noch 106 Einschulungen in das 1. Schuljahr erfolgten, ist die Zahl der Einschulungen 1979 auf 48 gesunken. Für die kommenden Jahre wird mit einer Zweizügigkeit der Grundschule gerechnet. Durch besondere Ansprache der Eltern soll verhindert werden, dass eine größere Zahl der Schulanfänger bei der Waldschule (Gemeinschaftsschule) angemeldet wird.

Drei neue Erlasse beeinflussen die bisherige Arbeit in der Schule:
1. Förderung von Schülern mit besonderen Schwierigkeiten beim  Erlernen des Lesens und der Rechtschreibung vom 26.6.1979,
2. Schriftliche Arbeiten in den allgemeinbildenden Schulen vom 22.8.1979,
3. Empfehlungen zur Zusammenarbeit von Kindergarten und Schule vom 27.9.1979.

1980 - Bei den Stadtmeisterschaften der Abschlussklassen der Nordhorner Hauptschulen im Hallenhandball setzt sich die Marienschule mit 6 : 0 Punkten und 26 : 7 Toren durch (GN, 25.6.1980).

Die Marienschule wird in eine katholische Grundschule und eine Hauptschule für Schüler aller Bekenntnisse getrennt. Nach dem Nds. Schulgesetz von 1974 darf es im Sekundarbereich keine Bekenntnisschulen mehr geben. Die kath. Grundschulen dürfen nur maximal 11 ev. Schüler aufnehmen.

Rektor Bochen scheidet nach 16-jähriger Tätigkeit aus seinem Amt aus und tritt in den Ruhestand.
Schulleiterin  der Grundschule wird die bisherige 1. Konrektorin Christa Durschlag. Schulleiter der Hauptschule wird der bisherige  2. Konrektor der Marienschule, Bernhard Korte  (GN, 29.11.1980). Konrektorin der Grundschule wird die Lehrerin Margret Jabusch, die seit 1972 an der Schule tätig ist.

Es erfolgt eine Sanierung der Unterrichtsräume und ihrer Verteilung nach folgendem Konzept: Grundschule 9 Klassenräume, davon 6 Pavillonklassen, Hauptschule 6 Klassenräume, Anbau und Ausstattung des Werkbereichs, eines naturwissenschaftlichen Bereichs (Physik, Chemie, Biologie) und einer Küche. Diese drei Bereiche werden im Erdgeschoss angesiedelt. Der gemeinsame Geschäftsbereich beider Systeme liegt im 1. Stock, ferner je ein Schulleiterzimmer und getrennte Lehrerzimmer. Ambulanz- und Elternsprechzimmer sind ebenfalls vorgesehen. Es wird als betrüblich angesehen, dass die seit Jahren erforderliche Schulhofsanierung aus finanziellen Gründen nicht durchgeführt werden kann.

Der weitere Bericht bezieht sich auf die Grundschule Marienschule. Zur Hauptschule Marienschule siehe: HS Marienschule!

Grundschule Marienschule

In einer ersten Konferenz beschließt das Kollegium der Marien-Grundschule, dass das Musische wieder mehr in den Vordergrund gerückt werden soll. Der seit Jahren bestehende Flötenchor bereitet gemeinsam mit dem Kinderchor der Mariengemeinde den Kranken des Marienhospitals eine besinnliche Stunde am 4. Advent. Auch der Nachmittagsgottesdienst am Heiligabend wird von dieser Gruppe mitgestaltet. Diese Aktivitäten erfolgen auch in den folgenden Jahren. Alle vier Wochen werden Schulmessen veranstaltet. Jeweils eine Klasse übernimmt die Ausgestaltung.

1982 - Zur 50. Wiederkehr der "Verselbstständigung der Marienschule" 1932 feiern die Grundschule und die Hauptschule am 18. September 1982 ein Schulfest. Hierzu wird auf dem Schulhof ein großes Zelt aufgestellt. Die zahlreichen Schülerdarbietungen reichen vom Gesang über Instrumentalspiel und lustige Vorführungen zum Schulalltag und zur Freizeit bis hin zum Tanz der 3. und 4. Klassen (GN, 20.09.1982; einen Bericht über die Geschichte der Schule veröffentlichen die GN am 17.9.1982, das GW am 15./16.1982). Am folgenden Sonntag schließt sich ein Ehemaligentreffen mit einer Fotoausstellung und anderen Aktivitäten an.

1984 - Erstmals führen die beiden 4. Klassen Schullandheimaufenthalte in Rulle durch. Auch in den folgenden Jahren fahren die 4. Klassen nach Rulle.

Nach den Sommerferien werden 2 Wochenstunden Sprachheilunterricht und 2 Wochenstunden Schulsonderturnen erteilt. Zur Beratung der Lehrer bei der Durchführung des Einzelförderunterrichts bei Teilausfällen einzelner Schüler wird eine Lehrkraft mit 2 Wochenstunden von der Anne-Frank-Sonderschule abgeordnet. Das für 2 Jahre geplante Projekt wird leider aus Lehrermangel vorzeitig abgebrochen.

1985 - Alle Schüler fahren auf Kosten des Landkreises zu einer Freilichtbühnenaufführung nach Bad Bentheim.

1987 - Das Schulfest, das jedes Jahr im Sommer durchgeführt wird, ist in diesem Jahr ein besonders großer Erfolg. Wegen des wechselhaften Wetters findet es in der Turnhalle statt und wird sportlich-tänzerisch gestaltet, wobei auch die Eltern mit einbezogen werden.

1988 - Frau Christa Durschlag, die ihren Dienst 1953 an der Marienschule antrat, 15 Jahre später Konrektorin wurde und seit Schuljahrbeginn 1980/81 die Leitung der Grundschule übernahm, wird in den Ruhestand versetzt (GN, 16.6.1988). Ihre Nachfolgerin als Schulleiterin wird die bisherige Konrektorin, Frau Margret Jabusch (GN, 27.8.1988).

1989 - Als Konsequenz der Raumnot an der Waldschule und der "Aufnahmesperre" für evangelische Kinder an der katholischen Konfessionsschule Marienschule wird im Gebäude der Marienschule eine zweite Grundschule als Gemeinschaftsschule eingerichtet, die den Namen "Grundschule Blumensiedlung"  (siehe: B29! ) erhält (GN, 24.2. und 15.4.1989, Leserbriefe 10.2.1989). Die neue Grundschule beginnt zum Schuljahrsbeginn 1989/90 mit der Eingangsklasse. Kommissarische Schulleiterin ist bis zum vollständigen Ausbau der Schule bis Klasse 4 Frau Jabusch.

1991 - Im Rahmen der Neugestaltung des Schulhofes erhält die Marienschule einen Verkehrsgarten, der in der Grafschaft Bentheim einmalig ist. Verantwortlich dafür war der damalige PHK F. Frieling, der diesen Verkehrsgarten konzipierte und fortan die Kinder der Marienschule in Theorie und Praxis auf eine verkehrssichere Verkehrsteilnahme vorbereitete.
Die Hauptschule Marienschule, die bisher im Gebäude untergebracht war, wird aufgelöst. Die Schüler werden zur Frensdorfer Schule umgeschult.


1993 - Das Kultusministerium genehmigt, dass an der Schule ab Februar 1993 schrittweise die Volle Halbtagsschule eingeführt wird (GN, 9.1.1993). Im Vorfeld gab es Proteste, weil zunächst nur die Genehmigung für die Grundschule Blumensiedlung ab Schuljahrsbeginn 1992/93 erteilt wurde (GN, 6.6.1992).
Damit gibt es in Nordhorn 4 Volle Halbtagsschulen, und zwar die Grundschulen Blanke, Südblanke, Blumensiedlung und Marienschule.

1994 - Nach Rückgang der Schülerzahlen von 186 im Schuljahr 1989/90 besuchen die Marien-Grundschule im Schuljahr 1993/94  117 Schüler in 7 Klassen.

2002 - Nachdem die Marien-Grundschule in den letzten Jahren zweizügig war, wird ab Schuljahr 2001/02 nur noch eine Klasse eingeschult. Aufgrund des Geburtenrückgangs ist zu befürchten, dass die Schule auf eine Einzügigkeit absinkt. Es ist ferner davon auszugehen, das in den nächsten Jahren eine Umwandlung der Vollen Halbtagsschule in eine "Verlässliche Grundschule" erfolgt. Die Schule ist am Projekt "Lernen unter einem Dach" beteiligt.
Die Schulleiterin Margret Jabusch verlässt zum Schuljahresende 2001/02 die Schule und wird Rektorin der Grundschule Lohne.

2003 - Nachfolgerin von Frau Jabusch wird am 1. Februar 2003 Frau Brigitta Kaiser. Sie wird am 21. März in ihr Amt als Rektorin der Grundschule Marienschule eingeführt. Frau Kaiser begann nach einer Ausbildung zur Bürokauffrau und einer Familienphase 1991 ihr Studium in Vechta. Nach Tätigkeiten an verschiedenen Nordhorner Schulen wurde sie 1999 an der Grundschule Südblanke fest eingestellt. Als Schwerpunkt ihrer Arbeit will sie an der Marienschule ein Schulprogramm entwickeln und sich für ein Schulprofil einsetzen. Die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Elternvertretung, Kirche und Kindergarten ist ihr wichtig (GN, 27.3.2003)

2005 - 2006 - Der geplante "Familienservice" der Marienschule sieht eine qualifizierte und verlässliche Betreuung der Grundschüler bis 15 Uhr in Kooperation mit dem Kindergarten St. Marien vor. Nach dem Mittagessen und den Hausaufgaben kann an Spiel- und Bastelaufgaben teilgenommen werden. Das Modellprojekt existiert bislang nur auf dem Papier. Bereits seit Anfang 2004 bietet der Marien-Kindergarten ein Mittagessen an. Geplant ist, dass ein bis zwei ausgebildete Erzieherinnen des Kindergartens die Schülerinnen und Schüler über Mittag betreuen. Die Eltern tragen die Kosten für das Mittagessen, das vom Marienkrankenhaus geliefert wird. Geplant ist auch, dass sich die Eltern anteilmäßig an der Finanzierung der Betreuungskräfte beteiligen. Prognosen für die Teilnahme besagen, dass 40 Eltern der zukünftigen Klasse 1 sehr interessiert sind. Die Marienschule geht von einer Zahl von etwa 20 Kindern aus . Der Schulausschuss des Rates der Stadt Nordhorn spricht sich dafür aus, dass die Stadt das Modellprojekt der Marienschule zur Mittagsbetreuung mit 3.000 Euro im Jahr fördert (GN, 13.7.2005)

Bei einem Sponsorenlauf zu Gunsten der Schulbücherei erbringen 59 Schüler rund 2.000 Euro einschl. der Erlöse aus dem Kuchenverkauf und dem Bücherflohmarkt (GN, 19.9.2005). Nach den Sommerferien 2006 wird der Erstbestand der Bücherei mit Unterstützung der Eltern mit einer Initiative unter dem Motto "100 Kinder - 100 Bücher" wesentlich aufgestockt. Die Schule besuchen rund 110 Kinder (GN, 25.7.2006).

Neun Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen (5 Mädchen und 4 Jungen) sind sechs Wochen lang zu "Lesefüchsen" ausgebildet worden und anschließend in der Euregio-Bücherei geprüft worden. Regelmäßig montags lesen die "geprüften Lesefüchse" im Kindergarten Geschichten vor. Die Aktion soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden (GN, 21.12.2005).

2007 - 15 Grundschulen beteiligen sich mit ihren dritten Klassen an der zweiten Nordhorner "Lese-Regatta". Zunächst werden in den Schulen die jeweils besten Leser ermittelt, bevor sie dann zur Endausscheidung in der Euregio-Bücherei antreten. Den ersten Platz belegt Levin Zare Isfahani von der Marienschule (GN, 11.5.2007).

Im September 2007 feiert die Marienschule ihr 75-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums soll die Schulgeschichte aufgearbeitet werden. Diese Aufgabe übernehmen die Schulleiterin, Brigitta Kaiser, und die ehemalige Schulleiterin der Grundschule Blumensiedlung, Frau Hildegard Schulten (GN, 29.6.2007). Das Jubiläum wird am 15. und 16. September gefeiert. Höhepunkte sind ein "Schulstunde im Busch" und eine Schulstunde wie vor 75 Jahren, die besonders die erwachsenen Besucher anzieht. Ergänzt wird die Feier durch eine Ausstellung mit Bildern und Zeitungsausschnitten aus 75 Jahren Schulgeschichte. Der Sonntag beginnt mit einem Festgottesdienst, der von den Schülern aus allen Klassen 1 - 4 gestaltet wird. An der heutigen Grundschule unterrichten acht Lehrer sechs Klassen mit 103 Schülern (GN, 6.9. und 18.9.2007).

"Kino im Kopf"
Sechs Lesefüchse der Marienschule und der Grundschule Blumensiedlung haben eine CD mit 15 Märchen aufgenommen. Die Aufnahmen haben ihnen Spaß gemacht, meinen sie. Die Märchen können im Internet unter: www.lesefuechse.de kostenlos zur Probe angehört oder als CD für 9,95 € gekauft werden (GN, 9.10.2007)

2009 - Die Kinder der Grundschule Blumensiedlung  und der Marienschule erhalten an jedem zweiten Mittwoch ein besonderes Frühstück: Eltern servieren ihnen in der großen Pause Obst und Gemüse (GN, 19.1.2010). Für dieses Projekt haben die Schulen jetzt eine Auszeichnung vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erhalten. Dort gibt es eine Förderaktion, die nennt sich: "Wir mögen´s frisch! Mehr Obst und Gemüse für Niedersachsens Schulen." Mehr als 130 Schulen haben sich mit eigenen Projekten um den Förderpreis beworben. Und 30 Schulen haben es geschafft: In Hannover gab es Urkunden von der Ministerin. Außerdem erhalten die Siegerschulen Sachmittel in Höhe von 500 Euro. Die Nordhorner Schulen sind übrigens die einzigen Schulen in der Grafschaft, die ausgezeichnet wurden (GN, 23.11.2010).

Zum 1. August 2009 wollen vier weitere Grundschulen in Nordhorn Offene Ganztagsschulen werden: die Grundschule am Roggenkamp, die Pestalozzischule, die Marienschule und die Grundschule Blumensiedlung. Die Schulen stellen ihre Konzepte im Schulausschuss der Stadt vor.
Die Marienschule und die Grundschule Blumensiedlung, die in einem Gebäude untergebracht sind, wollen gleichzeitig offene Ganztagsschulen werden. Bei einer Bedarfanalyse haben 79 Eltern Interesse an dem Ganztagsangebot angemeldet. Die beiden Schulleiterinnen Brigitta Kaiser und Heike Elsmann betonen, dass die Einrichtung einer Ganztagsschule am Standort Blumensiedlung dringend notwendig ist. Sie übernehme immer stärker Aufgabenbereiche der Eltern, die häufig wegen Berufstätigkeit oder aus anderen Gründen für die Betreuung ihrer Kinder am Nachmittag nicht zur Verfügung stehen können oder wollen.
Beide Schulen haben bereits mit einem Vertrag besiegelt, dass sie im Rahmen der Ganztagsschule zusammenarbeiten wollen, indem sie nachmittags gemeinsame Angebote machen. Angewiesen sind sie dabei ebenfalls auf außerschulische Kooperationspartner. Einer davon wird das städtische Jugendzentrum sein, das Projekte für die Kinder der dritten und vierten Klassen organisieren wird. Weiter ausgebaut werden soll zudem der Familienservice, den die Marienschule bereits zusammen mit dem Kindergarten St. Marien entwickelt hat. Geplant sind u.a. die Einrichtung eines Eltern-Cafés, Deutschkurse für zugewanderte Mütter und Väter oder auch eine Beratung von Eltern in Notsituationen (GN, 5.2.2009).

In Nordhorn besaßen seit den 90er Jahren fünf Grundschulen den Status als "Volle Halbtagsschulen": die Grundschulen Blanke (seit 1990) und Südblanke  (seit 1990 bis 2007), Blumensiedlung (seit 1992), Marien (seit 1993) und Pestalozzi (seit 1999). In ihnen ist eine Unterrichtszeit von 8 bis 13 Uhr abgesichert. Sie verfügen über deutlich mehr Lehrerstunden. Der Vorteil ist, dass die Lehrer flexibel und nach pädagogischem Bedarf entscheiden können, wie und wann Förder- und Betreuungszeiten in den Unterricht eingebaut werden. Ursprünglich war die landesweite Einführung vorgesehen. Dies wurde jedoch aus Kostengründen gestoppt. Stattdessen wurde die Verlässliche Grundschule eingeführt. Auch hier gibt es feste Unterrichtszeiten, allerdings eine Randstundenbetreuung durch pädagogische Hilfskräfte. Nachdem noch 2003 durch die Landesregierung der Bestandsschutz der Vollen Halbtagsschulen bekräftigt wurde, ist jetzt die Umwandlung der bisher noch bestehenden etwa 90 Vollen Halbtagsschulen in Niedersachsen in Verlässliche Grundschulen zum Ende des Schuljahres 2009/10 vorgesehen. Die Schulleiter und die Eltern protestieren gegen die vorgesehene Maßnahme, die zunächst schon zum Schuljahrsbeginn 2009/10 geplant war, da dies zu einer Reduzierung der Lehrerstunden (mit Versetzungen von Lehrern an andere Schulen) und somit zu einer Verschlechterung der bisherigen Unterrichtssituation führen wird (GN, 16. und 18. 3. 2009).

Auf dem Grundstück der Grundschulen Marienschule und Blumensiedlung ist ein dreigeschossiger Anbau an das bestehende Schulgebäude geplant. Nach Fertigstellung des Anbaus im Sommer 2010 sollen die Pavillon-Klassen auf dem Schulhof abgerissen werden.
Im Erdgeschoss des Anbaus sind mit Blick auf das Ganztagskonzept der beiden Schulen ein Speise- und Betreuungsraum, die mit einer großen Tür verbunden sind, geplant. Außerdem wird dort ein "Familienbüro" für Besprechungen und Beratungen mit Eltern eingerichtet.  In der zweiten und dritten Etage entstehen jeweils zwei Klassenräume und ein Gruppenraum. Jeder Raum soll eine zeitgemäße Medienausstattung mit EDV- und Internet-Anschluss erhalten. Die Kosten werden rund eine Million Euro betragen. Davon erhält die Stadt eine Zuwendung aus dem Konjunkturpaket des Bundes in Höhe von 456.000 Euro (GN,22.7.2009).

Der erste Spatenstich für den Neubau erfolgt am 8. September. Nach Aussagen von Bürgermeister Hüsemann sei der Neubau für den Stadtteil Blumensiedlung eine bedeutende Investition. "Mitten in einem Wohngebiet gelegen haben die Grundschulen einen besonderen Standort, den es in jedem Fall zu pflegen und zu fördern gilt. Der gesamte Stadtteil erhält somit eine attraktive Erneuerung", meint der Bürgermeister (GN, 10.9.2009).

Zur Zukunft der Konfessionsgrundschule Marienschule unterrichtet der Bürgermeister den Schulausschuss am 23.6.2009:
"Im Rahmen der Neuordnung der Nordhorner Schullandschaft vor dem Hintergrund sinkender Schülerzahlen wurde im Konsens mit allen zu beteiligenden Gremien beschlossen, die Konfessionsgrundschule Elisabeth zu schließen. Nicht zuletzt soll mit diesem Beschluss die verbleibende Konfessionsschule Marienschule gestärkt werden. Die Schulstiftung des Bistums Osnabrück ist bereit, als Kooperationspartner des Schulträgers, der Stadt Nordhorn, zu fungieren, um damit auch langfristig den Bestand der Grundschule Marienschule zu sichern. Würde eine verbindliche Kooperation zwischen dem Bistum Osnabrück und der Stadt Nordhorn vereinbart werden, würde die Grundschule Marienschule nicht mehr als Bekenntnisschule sondern als Schule in freier Trägerschaft geführt werden.  Die Schulstiftung ist derzeit Träger von fünf Grundschulen in Niedersachsen. Die schulfachliche
Begleitung bei der Weiterentwicklung des Schulprofils sowie der Qualität der entsprechenden Schulen erfolgt durch die Schulabteilung des Bischöflichen Generalvikariats. Die Kirche hat in ihrer langen Tradition unter Beweis gestellt, dass sie Schule gestalten und innovativ weiterentwickeln kann. Seitens des Bistums würde für Nordhorn eine Zweizügigkeit angestrebt."
Quelle: Vorlage zur Schulausschusssitzung am 23.6.2009

2010 - Konzept "Brückenjahr"
Über ihr Konzept für eine engere Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und Grundschulen informieren die Waldschule, die Marienschule und die Grundschule Blumensiedlung die Eltern aus dem Einzugsbereich der Blumensiedlung. Gemeinsam mit dem Christus-Kindergarten, der Kindertagesstätte St. Marien und dem Kindergarten Sonnenwald haben die drei Grundschulen ein Konzept für das sogenannte "Brückenjahr" - das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung - entwickelt. (GN, 12.1.2010)

Besonders Frühstück
Die Kinder der Grundschule Blumensiedlung  und der Marienschule erhalten an jedem zweiten Mittwoch ein besonderes Frühstück: Eltern servieren ihnen in der großen Pause Obst und Gemüse (GN, 19.1.2010).

Schulschach
36 Schüler aus sechs Nordhorner Grundschulen ermittelten die besten Schachspieler ihrer Klassen. In allen Gruppen wurden fünf Partien absolviert. Klassensieger wurden
in Klasse 1: Julian Plascher, GS Südblanke
in Klasse 2: Sven ter Stal, GS Marienschule
in Klasse 3: Steffen Pieper, GS Südblanke
in Klasse 4: Jonas Nykamp, GS Bookholt
Den Pokal der besten Schule erhielt die GS Bookholt (GN, 12.5.2010).

Wiedersehen des Entlassungsjahrgangs 1960
Der Entlassungsjahrgang 1960 der Marienschule feiert "Goldene Schulentlassung". Die ehemalige Lehrerin Hildegard Schulten präsentiert auf dem Flur vor dem ehemaligen Klassenraum einem ausführlichen Bericht über die Schule früher und heute mit viel Liebe zum Detail und Fotos aus der alten Zeit. Viele alte Erinnerungen wurden dabei wach. Der inzwischen verstorbene Lehrer Franz Eigner ist bei allen in sehr guter und dankbarer Erinnerung. Ohne Ohrfeigen und Stock hat er den Schülern Wissen vermittelt und den Weg ins Berufsleben geebnet. (GW, 15.9.2010)

Schulanbau
Rechtzeitig zu Beginn des neuen Schuljahres wird der Anbau der Grundschule Blumensiedlung und der Marienschule fertig. Das Millionenprojekt, das die alten Schulpavillons ersetzt, ist zu fast 50 Prozent aus Fördermitteln aus dem Konjunkturpaket II finanziert. Der dreigeschossige Neubau schafft im Erdgeschoss einen kombinierten Speise- und Betreuungsraum für das Ganztagskonzept der beiden Grundschulen, in den beiden Obergeschossen jeweils zwei Klassenräume und einen kleineren Gruppenraum. Großer Wert wurde auf eine funktionale und behindertengerechte Ausstattung des Neubaus gelegt GN, 27.7.2010). In einer Feierstunde wird der Neubau am 16. September offiziell seiner Bestimmung übergeben. Stadtbaurat Lothar Schreinemacher betont, dass der Zeitplan und selbst das Baukostenbudget noch geringfügig unterschritten worden seien. (GN, 18.9.2010 einschl. Sonderveröffentlichung; GW, 22.9.2010)

Ein Ausstellung beim Tag der offnen Tür am 18. September

2011 - "Positive Konfliktschulung in Bewegung"
heißt ein Schulprojekt, das alle Schüler der Grundschulen Blumensiedlung und Marienschule erfahren. Ziel ist es, den Kindern gewaltfreie Problemlösungen zu vermitteln. Mit einer Spende über 2.700 Euro unterstützt die Grarfschafter Sparkassenstiftung dieses Gemeinschaftsprojekt. Weitere 1.000 Euro spendet die Krankenkasse DAK. Den Kindern werden Fähigkeiten  zur Selbstbehauptung im Schulalltag vermittelt und Handlungsmöglichkeiten gezeigt, mit deren Hilfe sie sich körperlicher Bedrängnis gewaltfrei entziehen können. Darüber hinaus lernen sie in fröhlichen Spielen bejahend zusammen zu wirken und faire Regeln für den respektvollen Umgang miteinander einzuhalten. In Rollenspielen werden positive Verhaltensmuster eingeübt. (GN, 29.1.; GW, 2.2.2011)

"Sportfreundliche Schule"
Durch die Zusammenarbeit mit der HSG Nordhorn schärfen Nordhorner Grundschulen ihr Profil als "sportfreundliche Schule". Und der Handball-Zweitligist erfüllt eine Anforderung für das Jugendzertifikat des Deutschen Handball-Bundes. Der 21-jährige Liron Bergman, der seit September ein Freiwilliges Soziales Jahr  (FSJ) bei der HSG Nordhorn absolviert, leitet seit dem Herbst  in vier Grundschulen sowie im Schulzentrum Deegfeld mehrere Handball- bzw. Fußball-AGs. Die gut angelaufene Kooperation von Verein und Grundschulen  wurde offiziell besiegelt. Vertreter der Grundschulen Stadtflur und Blumensiedlung, der Marienschule und der Waldschule sowie der HSG-Vorsitzende Thomas Kolde unterzeichneten entsprechende Kooperationsverträge (GN, 10.2.2011).

Sieger im Leichtathletik-Sportfest
Bei der 15. Aulage des Leichtathletik-Sportfestes für Nordhorner Grundschulen setzte sich erstmals die Marienschule durch. Veranstaltungsleiter Dennis Dreiskämper schickte die Jungen und Mädchen von zehn Teams von acht Grudschulen in den Dreikampf in der Deegfeld-Sporthalle. Ein 35-m-Sprint, Schlagballwurf und Weitsprung waren von den Schülern der 3.und 4. Klassen als Einzeldisziplinen zu absolvieren. Der Biathlonwettkampf, bestehend aus Lauf und Zielwurf mit eingebauten Strafrunden, beendete das Sportfest. Zweiter in der Teamwertung wurde die GS am Roggenkamp vor der GS Stadtflur. (GN, 23.3.2011)

"Zukunftswerkstatt Schulhof"
Karger Beton und Bauzäune prägen momental das Schulhofbild der Grundschule Blumensiedlung und der Marienschule. Im Zuge der "Zukunftswerkstatt Schulhof" soll sich dies ändern. Die Schüler stellten vor einige Tagen Vertretern der Stadt und anwesenden Eltern fünf Modelle vor. Ergebnis der Klassen waren Plakate, auf denen die Schüler Kritik am Schulhof und ihre Wünsche äußern konnten. (GN,26.3.2011)

Umwandlung der Marienschule als katholische Privatschule
Die Schulstiftung des Bistums Osnabrück möchte die Marienschule in eine Privatschule umwandeln. Wie groß das Interesse an einer solchen Schule ist, will das Bistum mit einer Befragung ermitteln. Das Bistum möchte die Schule in katholischer Trägerschaft zum 1.8.2012 gründen. Vorteil einer konfessionellen Stiftungsschule ist, dass diese beliebig viele Kinder nicht-katholischen Glaubens aufnehmen kann. Sie ist zudem Angebotsschule , damit nicht an Schulbezirke gebunden und kann Schüler aus dem ganzen Stadtgebiet aufnehmen. In der benachbarten Grundschule Blumensiedlung herrscht angesichts dieser Pläne erhebliche Unruhe. Es wird befürchtet, dass die Schule geschlossen werden soll. Die Rektorin der Marienschule wird im Sommer die Leitung einer anderen Grundschule übernehmen. Die Kollegien der Blumensiedlung und der Marienschule sollen für eine Zusammenlegung beider Schulen plädiert haben. (GN, 5.3.2011)
Nach den Ergebnissen der Befragung wäre eine einzügige katholische Grundschule möglich. 31 Eltern haben den Besuch ihrer Kinder ab Schuljahr 2012/13 signalisirt. Es wird jedoch andererseits zum Ausdruck gebracht, dass eine Entcheidung  beim Rat der Stadt Nordhorn liegt (GN, 24.3.2011). Nach einer Information aus der Statistik besteht die Schulstiftung des Bistums seit 10 Jahren und umfasst 27 Schulen mit 832 Lehrern und mehr als 11.600 Schülern. (GN, 26.3.2011)
Gegen die Umwandlung sprechen sich die DKP (GN, 3.5.2011) und die GEW (GN, 27.5.2011), wobei einerseits der Schulfrieden  am Standort Blumensiedlung mit senen zwei Schulen als gefährdet angesehen wird, - was auch die Bündnis-Grünen nach den Erfahrungen mit der Montissorischule in der Pestalozzischule zm Ausdruck bringen (GN, 30.5.2011) - andererseits die Verbesserung und Optimierung des staatlichen Schulwesens Vorrang vor weiterer Privatisierung haben sollte. Die Junge Union und die Schülerunion sprechen sich dafür aus, das Angebot der Kirche zu nutzen (GN, 27.5.2011). Ein großer Vorteil der freien Schule sei, dass sie pädagogische Arbeit durch ein starkes eigenes Profil prägen könnten. Zum Thema erscheinen mehrere Leserbriefe.
Nachdem eine Schulausschusssitzung abgesagt worden war, da mehr Zeit für Gespräche gebraucht wurden (GN, 11.5.2011), schlägt die Verwaltung für die folgende Schulausschusssitzung vor, die Pläne des Bistms abzulehnen, wobei sie sich besonders auf das Votum  der Primarschulleiterrunde beruft, die sich für den Fortbestand der Marienschule als katholische Bekenntnisschule ausspricht. Da die Stiftungsschule unbegrenzr nichtkatholische Schüler aus allen Schulbezirken aufnehmen könne, seien die Schülerzahlen für die öffentlichen Schulen schlechter prognostizierbar als bisher (GN, 7.6.2011).
In der Schulausschusssi5tzung sprechen sich alle Mitglieder bei Enthaltung der CDU dafür aus, die Marinschule als kathoische Bekenntnisschule in der Trägerschaft der Stadt Nordhorn zu behalten. (GN, 18.6.2011)

Wiedersehen nach 60 Jahren
Nach ihrer Entlassung 1951 haben sich 33 Ehemalige der früheren katholischen Volksschule wieder getroffen. Sie hatten in schwieriger Zeit in Nordhorn die Schulbank gedrückt. 1942 eingeschult, wuchsen sie in Kriegs- und Nachkriegszeit mit ihren Nöten auf. Der Jahrgang umfasste damls drei Klassen mit jeweils 40 Schülern. Viele Schüler entstammten den zugewanderten Familien, die das Aufblühen der Textilindustrie seit Mitte der 20er Jahre vor allem aus dem Ruhrgebiet nach Nordhorn geführt hatte. Viele katholische Familien siedelten sich in der entstehenden Siedlung Neuberlin und in der Blumensiedlung an. Da die Entfernung zur katholischen Burgschule zu groß war, entstand 1928 die Marienschule. (GN, 13.10.2011)

Jugendkulturpreis der Stadt Nordhorn
"Flatrate ... ohne Limit" lautete das Thema des diesjährigen Jugendkulturpreises. Den ersten 1. Preis erhielt eine Gruppe von Kindern der Grundschulen Blumensiedlung und Marienschule. Die Erst- und Zweitklässler haben unter der Anleitung  der Dozentin Hanna Harmsen von der städtischen Kunstschule als Farbforscher gearbeitet und einen "Flatrate-Menschen"gebaut. (GN,20.12.2011)

2012 - Am 01.02.2012 übernimmt Kai Schmidt das Amt des Rektors an der Marienschule. Kai Schmidt war zuvor Konrektor an der Wilhelm-Busch-Schule in Schüttorf.

 

Schulinspektion - Die Marienschule besteht die Schulinspektion mit einem guten Ergebnis.

 

Die Marienschule wird im Schuljahr 2012/13 in der ersten Klasse aufgrund hoher Anmeldezahlen wieder zweizügig. Der Schulausschuss stimmte mit breiter Mehrheit dem Vorschlag der Verwaltung zu.   

 

Wir bedanken uns bei Heinz Ragnitz (www.grafschafter-schulgesichte.de). Er stellt uns dankenswerter Weise diese Übersicht kostenlos zur Verfügung.

 

2013 - Die Marienschule start im Schuljahr 2013/14 mit sechs Klassen und 112 Schülerinnen und Schüler. Neu in diesem Schuljahr ist die Inklusion. Erstmals wird ein Kind mit dem Status GE an der Marienschule beschult. 

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