Lesementor
An unserer Schule findet das Mentor Leseprojekt statt. Mehr dazu im unten aufgeführten Zeitungsartikel der GN sowie im Mitschnitt [2.842 KB]
eines Radio Interviews zum Thema.
Hier ein Mitschnitt [2.842 KB]
des Interviews mit Inge Lange (Leselernhelfer), Brigitta Kaiser und Sebastian Baptista. Gesendet auf der Ems-Vechte-Welle am 7.12.07.
Zeitungsartikel aus den GN
Initiative "Mentor"-Projekt gegründet
"Mentor – die Leselernhelfer" ist ein erfolgreiches Projekt in einigen Großstädten. Jetzt soll auch in Nordhorn eine solche ehrenamtliche Initiative ins Leben gerufen werden. Ziel von "Mentor" ist es, leseschwache Kinder zu fördern, um so ihre Chancen auf schulisches Fortkommen zu verbessern. Gesucht werden noch weitere Mitstreiter.
Nordhorn/MB – Der Vorstoß zu dieser Aktion kommt von der ausgebildeten Lese- und Erzählmentorin Inge Lange. Sie hat vor zwei Jahren in Nordhorn ein Team von Vorlesepatinnen und -paten um sich versammelt, dass seitdem regelmäßig im Einsatz ist – sei es in Schulen, Pflegeheimen, in der Euregio-Bücherei und anderen Einrichtungen. Einige der Vorlesepaten engagieren sich auch bei der Ausbildung von "Lesefüchsen". Das sind Drittklässler, die nach bestandener Prüfung als Lesefüchse jüngeren Kindern in Kindergärten und Schulen vorlesen.
Jetzt also starten die Vorlesepaten in Nordhorn eine neue Aktion. Die Idee dazu stammt aus Hannover. Dort hat der Buchhändler Otto Stender 2003 das Mentoren-Projekt ins Lebens gerufen. Aufgeschreckt durch die PISA-Studie sah er Handlungsbedarf zusätzlich zu den Anstrengungen von Schulen und staatlichen Bildungsprogrammen. Schnell hatte er erste Freiwillige gefunden. Heute koordinieren acht Vereinsmitglieder 400 geschulte, ehrenamtliche Mentoren und Mentorinnen, die ihrerseits etwa 700 Kinder in Kleingruppen betreuen. Viele Schulen arbeiten inzwischen mit den Mentoren zusammen.
Gefördert werden Kinder, die – aus welchen Gründen auch immer – Schwierigkeiten mit dem Lesen haben. Bei der Lese-Nachhilfe geht es nicht darum, den Deutschunterricht zu ersetzen. Die Leselernhelfer wollen vielmehr die Kinder zum Lesen verführen – auf individuelle und spielerische Weise. Dass sich dabei auch die Text- und Schreibkompetenz verbessert, ist ein gewünschter zusätzlicher Effekt. Das Hannoveraner Mentoren-Projekt zieht Kreise. Auch in anderen Städten – wie Hamburg, Oldenburg oder Erfurt – haben sich Mentoren mit Lehrern und Eltern zusammengetan, um Kindern im Lesen zu fördern.
Seit Mai dieses Jahres ist auch Inge Lange bereits in Nordhorn im Einsatz. An der Marienschule gibt sie zweimal in der Woche Lese-Nachhilfe, jeweils eine Stunde für zwei Kinder aus der 2. Klasse und zwei Kinder aus der 3. Klasse. "Die Kinder machen tolle Fortschritte", berichtet Inge Lange und freut sich natürlich über die Frage eines Jungen, warum sie denn nur einmal in der Woche zu ihm kommt.
Ermutigt durch diese Erfahrungen und unterstützt von den Vorlesepaten soll es jetzt einen Schritt weiter gehen. Zunächst kommt am Donnerstag, 21. September, Mentor-Mitbegründer Otto Stender nach Nordhorn, um um 18 Uhr im Konradhaus über die Arbeit der Leselernhelfer in Hannover zu berichten. Die Moderation des Abends wird Nordhorns Stadtjugendpfleger Martin Liening übernehmen.
Die Vereinsgründung von "Mentor – Die Leselernhelfer Grafschaft Bentheim" ist am Donnerstag, 28. September geplant. Eine Woche später, am 5. Oktober, bietet zudem die Akademie für Leseförderung aus Hannover eine Fortbildung an zum Thema "Lesemotivation wecken und erhalten".
"Wir suchen natürlich noch Mitstreiter für unser Projekt", sagt Inge Lange. Wer also als "Mentor" aktiv oder die Initiative auf andere Weise unterstützen oder weitere Informationen möchte, kann sich an Inge Lange wenden unter der Telefonnummer (05921) 7272433.